Visualization © INTERBODEN / HPP Architekten
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The Cradle

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Location
Düsseldorf, Germany
Year
2022
Client
INTERBODEN
Rental Area
6,600 m²
Awards
MIPIM/The Architectural Review Future Project Award 2018, ICONIC AWARD: Innovative Architecture 2018

Düsseldorfs erstes Bürogebäude in Holzhybridbauweise entsteht nach den Plänen von HPP Architekten. Das Gebäude an der Speditionstraße 2 im Medienhafen wird vom Ratinger Projektentwickler INTERBODEN errichtet und stellt den südlichen Auftakt der Bebauung am Hafenbecken A dar. Zwischen den beiden schon im Bau befindlichen Projekten Trivago und Heimathafen entstehen rund 5.200 Quadratmeter Bürofläche sowie 600 Quadratmeter Fläche für gastronomische Nutzungen im Erdgeschoss.

Das Projekt „Speditionstraße 2“ zeichnet sich insbesondere durch das „Cradle-to-Cradle-Prinzip©“ aus (dt. von der Wiege bis zur Wiege), bei dem im Sinne des Kreislauf-Gedankens einzelne Bauelemente nach Gebrauch wiederverwertet, der CO2-Ausstoß reduziert und nicht recycelbare Materialien minimiert werden. Letzteres zeigt sich in der Holzhybridbauweise: Die tragenden Holzdecken werden mit Beton-Filigrandecken reversibel verbunden und erfüllen somit den erforderlichen Schall-, Brand-, und Bewitterungsschutz.

Im Kontext des Medienhafens entwickelt die „Speditionstraße 2“ vor allem durch ihr charakteristisches Fassadenbild der rautenförmigen Holzstruktur eine markante und selbstständige Erscheinung. Das innovative Holztragwerk entstand in integraler Zusammenarbeit mit den Tragwerksplanern Knippers Helbig und den Energieplanern von Transsolar. Die Fassade übernimmt gleichzeitig Tragwerks- und Verschattungsfunktion sowie das natürliche Lüftungskonzept und bildet Loggien mit Blick auf den Medienhafen aus. Je nach Himmelsrichtung bildet sich die außenliegende Holzkonstruktion unterschiedlich tief aus: An der Süd- und Westseite als effektiver, breiter Sonnenschutz, an der Nord- und Ostseite mit reduzierter Tiefe. Durch die alle Funktionen integrierende Fassade entstehen offene Grundrisse, die flexible Nutzungs- und Aufteilungsmöglichkeiten zulassen.

Neben der klimafreundlichen Bauweise ist das Mobilitätskonzept des Gebäudes zukunftsweisend: Im Erdgeschoss wird eine Service-Stelle für Mobilität, ein sogenannter „Mobility-Hub“ etabliert. Hier wird den Gebäudenutzern sowie Quartiersanliegern ein primär auf E-Mobilität ausgerichtetes Angebot mit Ladestationen oder Car- und Bikesharing- Angeboten zur Verfügung stehen.

Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.

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